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Variable für Grenzwertüberschreitung / Unterschreitung

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Hallo zusammen,

wie kann ich mir eine Art "Merker" erstellen der gesetzt wird, wenn ein Grenzwert überschritten wird und zurückgesetzt wird wenn er wieder darunter ist. Der Echtzeitwert soll im Status des Ursprungsignals weiterhin sichtbar sein.
Ich möchte auch mehrere Werte von einer Signalquelle vergleichen können.
zum Beispiel wenn größer 2 Amp dann, wenn größer 3 Amp dann, bzw. wenn zwischen 2 und 3 Amp dann

L.G

2 Answers

Hallo IO-Think,

das Beispiel ist ut mit synthetischen Signalen umzusetzen.
Hier kurz der Ansatz dazu:

Grundprinzip
Ein synthetisches Signal liest ein (oder zwei) bestehende Quellsignale ein und berechnet daraus einen neuen Wert – das Originalsignal wird dabei nicht verändert, sondern nur gelesen. Damit bleibt der Echtzeitwert im Status des Ursprungssignals weiter sichtbar, während der Merker als separates Signal existiert.

Umsetzung für dein Beispiel (Stromsignal, mehrere Grenzwerte)
Lege pro gewünschtem "Merker" ein eigenes synthetisches Signal an:

I/O-Verwaltung → Synthetische Signale → Synthetisches Signal hinzufügen.
Signalname vergeben, z. B. "Merker Strom > 2A".
Erstes Quellsignal = dein Stromsignal.
Zweites Quellsignal = ebenfalls dasselbe Stromsignal (das ist laut Handbuch zulässig, z. B. wird das beim Endloszähler genauso gemacht, wenn nur ein Signal benötigt wird).
Unter Berechnung wählst du "Benutzerdefinierter mathematischer oder logischer Ausdruck" und gibst z. B. ein:
A > 2 → Merker "Strom > 2A" (Ergebnis 1/0)
A > 3 → Merker "Strom > 3A"
A > 2 and A < 3 → Merker "Strom zwischen 2 und 3A"
Jedes davon ist ein eigenes binäres Signal (0/1), das du genauso wie andere Signale in der Signalübersicht, in Alarmregeln oder Visualisierungen weiterverwenden kannst.

Gegen "Flattern" am Grenzwert: Hysterese
Falls der Wert genau um die Schwelle pendelt und der Merker deshalb ständig kippen würde, kannst du zusätzlich auf dem synthetischen Signal selbst (Tab Signalverarbeitung) die Funktion Komparator/Hysterese aktivieren:

Unterer und oberer Schwellwert getrennt einstellen (z. B. setzen bei 2,0 A, zurücksetzen erst bei 1,9 A).
Optional Mindestüberschreitungs-/Mindestunterschreitungsdauer (ms), damit kurze Spitzen ignoriert werden.
Das entspricht genau dem "gesetzt/zurückgesetzt"-Verhalten, das du beschreibst.

Zusammengefasst
Originalsignal (Strom) → bleibt unverändert, Echtzeitwert weiter sichtbar.
Für jede Bedingung (>2A, >3A, 2–3A) ein eigenes synthetisches Signal mit passendem logischem Ausdruck.
Bei Bedarf zusätzlich Komparator/Hysterese auf dem synthetischen Signal für sauberes Setzen/Zurücksetzen ohne Flattern.
Quelle: Handbuch, Abschnitt 4.6. Synthetische Signale anlegen sowie 4.3.1. Funktionen der Signalverarbeitung (Schwellwertvergleich, Komparator/Hysterese).

Super vielen Dank. Probiere es gleich einmal aus !

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